Denken wir an die Frauen, die Ausstellungen von Sexpuppen besuchen.
Einige Frauen haben den Wandel des männlichen Idealbildes der Frau vielleicht aus der Ferne beobachtet. Andere bewundern vielleicht das schöne Make up oder lieben sie als Objekt der Bewunderung. Der Status der Frau als Anschauungsobjekt für den Mann ist verblasst, und die Frauen denken darüber nach, was sie ihnen bedeuten.
Es gibt keinen Raum für Männer, sich einzumischen, und die Tatsache, dass Liebespuppen für Männer gemacht sind, wird vorübergehend vergessen. Vielleicht besuchen deshalb so viele Frauen die Ausstellung Love Silicone Dolls, weil sie auf diese Weise als ein Ort funktioniert, an dem Frauen aktiv teilnehmen können.
Ich habe den Eindruck, dass sich eine Atmosphäre entwickelt hat, in der Frauen aktiv an Schönheit und Sexualität beteiligt sind.
Kritik ist auch ein Anhaltspunkt, um die Gesellschaft zu untersuchen
Die Frage, warum es so viele „junge“ Frauen gibt, ist etwas schwierig zu beantworten, aber ein Grund könnte sein, dass ich mich mit dem Alter der Silikonpuppen vergleiche, die in einer relativ jungen Form präsentiert werden.
Das „Geheime Museum“, das Gegenstand meiner Untersuchung ist, ist ein beliebter Ort, an dem die Besucher mit den Exponaten interagieren können, indem sie z. B. an Griffen drehen, um Röcke zu heben. Dieser „Spielplatz für Erwachsene“ ist auch bei jungen Männern und Frauen beliebt.
Im Jahr 2013 besuchte ich die Shunga-Ausstellung im British Museum in London, und bei der Eiseibunko-Ausstellung in Tokio im Jahr 2003 sah ich Frauen, die über die reiche sexuelle Symbolik von Shunga diskutierten.
Ich habe den Eindruck, dass immer mehr Frauen aktiv Ausstellungen über Sexualität ansehen, darüber sprechen und sie genießen. Vielleicht ist es möglich, eine subjektive Beteiligung von Frauen zu lesen und nicht Frauen als männliche Objekte. Ist dies ein Merkmal unserer Zeit?
Andererseits finden sich in der Kritik an dieser Ausstellung sexuell expliziter Silikon Sexpuppe Anhaltspunkte zum Nachdenken über die heutige Gesellschaft. In beiden Stimmen gibt es Andeutungen.